Die Geschichte von Automaten Winkels und Euroscope 

1926 gründete Friedrich Winkels in Starnberg das Unternehmen Automaten Winkels. Was mit der Aufstellung von Münzfernrohren begann, entwickelte sich über drei Generationen zu einem international tätigen Unternehmen für touristische Automaten. Heute verbindet der Name Euroscope diese Geschichte mit Fernrohren und Souvenirs an Ausflugszielen in vielen Teilen Europas. 

Die Anfänge mit Münzfernrohren 

Am Anfang stand der Blick in die Ferne. Friedrich Winkels übernahm Münzfernrohre seines insolventen früheren Arbeitgebers Graphoskop und machte ihre Aufstellung zur Grundlage seines eigenen Unternehmens. 

Die Geräte ermöglichten Besuchern, Landschaften und Sehenswürdigkeiten näher zu betrachten. Zu den frühen Standorten gehörten nach der Unternehmenschronik der Heidelberger Königstuhl, der Drachenfels in Königswinter und die Festung Hohensalzburg. 

Nach einigen Jahren verlegte Friedrich Winkels den Betrieb in seine Geburtsstadt Wuppertal. Dort baute er das Unternehmen nach der Weltwirtschaftskrise schrittweise weiter auf. Neben den Fernrohren gehörten auch Waren- und Spielautomaten zum Geschäft. 

Die Verbindung zwischen Aussicht und Andenken bestand bereits früh: Die Chronik berichtet, dass schon damals Souvenirmedaillen über die Fernrohre verkauft wurden. 

Ein schwieriger Neustart nach dem Zweiten Weltkrieg 

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Unternehmen zunächst andere Wege finden, um den Betrieb wieder aufzunehmen. Es stellte Bedarfsartikel für das Gastgewerbe her und nutzte dafür vorhandenes Material sowie Maschinen, die aus zerstörten Fabriken geborgen worden waren. 

Mit der wirtschaftlichen Neuordnung nach dem Krieg kehrte Automaten Winkels zum Geschäft mit Münzautomaten zurück. Münzfernrohre wurden entworfen, gebaut und an touristischen Orten in Westdeutschland aufgestellt. 

In den folgenden Jahrzehnten lag der geschäftliche Schwerpunkt jedoch zunehmend auf Waren- und Spielautomaten. Der Tourismus blieb Teil des Unternehmens, stand aber zeitweise weniger im Mittelpunkt. 

Drei Generationen prägen das Unternehmen 

Nach dem Tod des Gründers im Jahr 1966 führte sein gleichnamiger Sohn Friedrich Winkels das Unternehmen allein weiter. 

Ende der 1970er-Jahre trat mit Jochen Winkels, dem Enkel des Gründers, die dritte Generation in den Familienbetrieb ein. Mit ihm rückten die touristischen Wurzeln wieder stärker in den Vordergrund. 

Neue Fernrohre und Informationsautomaten ergänzten das Angebot. Gleichzeitig begann das Unternehmen, seine Tätigkeit über Deutschland hinaus auszuweiten. 

Von Deutschland in die europäischen Nachbarländer 

1984 entstand die erste Auslandsniederlassung in Österreich. Es folgten die Niederlande 1986 und Frankreich 1989. Damit entwickelte sich Schritt für Schritt eine internationale Präsenz. 

Die deutsche Wiedervereinigung eröffnete weitere geschäftliche Möglichkeiten und brachte dem Unternehmen einen Aufschwung. Um die Jahrtausendwende war es auch in der Schweiz, in England, Belgien und Italien tätig. 

Mit dieser Entwicklung wuchs zugleich die Zusammenarbeit mit den Menschen, die touristische Orte betreiben und gestalten. Persönliche Kontakte zu Standortpartnern wurden zu einer wichtigen Grundlage für die weitere Expansion. 

Neue Souvenirs und der Name Euroscope 

Aus den bestehenden Beziehungen zu touristischen Einrichtungen entstanden Möglichkeiten für zusätzliche Angebote. Neben Fernrohren entwickelte und installierte das Unternehmen zunehmend Souvenirautomaten. 

Münzprägeautomaten ermöglichten es Besuchern, ihr eigenes Andenken zu prägen. Medaillenautomaten und später Souvenirscheinautomaten ergänzten das Sortiment. So verband sich das Erlebnis vor Ort immer stärker mit einer Erinnerung zum Mitnehmen. 

Im Zuge der internationalen Entwicklung entstand auch der Name Euroscope, den die Gesellschafterin Dr. Bettina Bähr entwickelte und unter dem das Unternehmen über Deutschland hinaus bekannt wurde. Gemeinsam mit Jochen Winkels gestaltete sie die weitere Entwicklung des Unternehmens. Dabei brachte sie ihr Gespür für Sprache und klare Argumente ein und pflegte den persönlichen Austausch mit Betreuern, langjährigen Partnern und Kunden. 

Neue Unternehmen bringen neue Impulse 

2013 und 2014 wurden die niederländischen Unternehmen Lucoba und Corforma in Euroscope integriert. Damit wurde die Präsenz in den Niederlanden weiter gestärkt. 

Mit Cor Sponselee von Corforma kamen außerdem kreative Ideen hinzu, die der Produktentwicklung neue Impulse gaben. Die Verbindung unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven trug dazu bei, das touristische Angebot weiterzuentwickeln. 

Ein neues Kapitel 

2023 begann ein neues Kapitel: Jochen Winkels und Dr. Bettina Bähr übergaben das Unternehmen an eine neue Generation. Da diesmal kein Familienmitglied die Nachfolge antreten konnte, suchten die beiden eine Unternehmerpersönlichkeit, die Euroscope in ihrem Sinne weiterführen würde. So übergab die dritte Generation der Familie Winkels an die erste Generation Weingart. Im August 2023 trat Urs Weingart in die Geschäftsführung ein – zunächst gemeinsam mit Jochen Winkels und Dr. Bettina Bähr, seit 2024 in alleiniger Verantwortung. 

Der familiengeführte Charakter des Unternehmens bleibt dabei erhalten: persönliche Beziehungen und langfristiges Denken prägen Euroscope auch weiterhin. Was über drei Generationen gewachsen ist, wird mit Beständigkeit fortgeführt – und zugleich bringt die neue Führung und das ganze Team frische Ideen für Standortpartner und Kunden ein, bei Produkten, Service und Zusammenarbeit. 

100 Jahre zwischen Ausblick und Erinnerung 

2026 blickt das Unternehmen auf eine hundertjährige Geschichte zurück. Sie führt von den ersten Münzfernrohren über unterschiedliche Bereiche des Automatengeschäfts bis zum heutigen touristischen Angebot von Euroscope. 

Dabei hat sich vieles verändert: die Technik, das Sortiment und die Länder, in denen das Unternehmen tätig ist. Die Verbindung zu besonderen Orten ist geblieben. Fernrohre eröffnen neue Perspektiven, Souvenirs halten Erinnerungen fest – und die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort macht beides möglich. 

Häufig gestellte Fragen 

Automaten Winkels wurde 1926 von Friedrich Winkels in Starnberg gegründet. 

Das ursprüngliche Geschäft bestand in der Aufstellung von Münzfernrohren. Friedrich Winkels hatte die Geräte von seinem früheren Arbeitgeber Graphoskop übernommen, nachdem dieser insolvent geworden war. 

Die erste Auslandsniederlassung entstand 1984 in Österreich. Es folgten die Niederlande 1986 und Frankreich 1989. 

Der Name Euroscope entstand im Zuge der internationalen Entwicklung und wurde von Bettina Bähr entwickelt. Die Unternehmenschronik nennt dafür kein genaues Jahr. Die Geschichte des Unternehmens reicht unter dem Namen Automaten Winkels bis 1926 zurück. 

Den Anfang machten Münzfernrohre. Im Laufe der Jahrzehnte kamen Waren- und Spielautomaten, Informationsautomaten sowie touristische Souvenirautomaten hinzu. Zu Letzteren zählen Münzprägeautomaten, Medaillenautomaten und Souvenirscheinautomaten. 

Share:

Facebook
Twitter
LinkedIn